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Geislingen

Wappen von Geislingen

Wappen Geislingen

Schon im 14. Jahrhundet wurde vom Geislinger Ortsadel ein Reiterstiefel in seinem Wappen geführt. Dies ist durch ein Siegel vom Jahr 1379 überliefert. Offensichtlich hat die Gemeinde Geislingen sich schon sehr früh damit befasst, dieses Wappen zu übernehmen. Nachdem zunächst keine Farben des Ortsadel-Wappens überliefert waren, hat die Archivdirektion Württemberg bereits 1918 die Flaggenfarben Schwarz-Gold vorgeschlagen. In seiner Sitzung vom 23. Juni 1960 verhandelte der Gemeinderat Geislingen zum wiederholten Male über ein Ortswappen. Herr Oberstudienrat i. R. Rettenmaier aus Ellwangen hatte einen Vorschlag für ein geschichtlich und heraldisch begründetes Wappen der Gemeinde Geislignen entworfen. Diesem Entwurf hatte die Archivdirektion Stuttgart mit Schreiben vom 3. Juni 1960 wie folgt zugestimmt:

Wappenbeschreibung
In Gold (Gelb) ein schwarzer Reiterstiefel mit silbernem (weißen) Radsporn.

Flaggenfarben
Schwarz-Gelb (Schwarz-Gold).

Wappenbegründung
Der Reiterstiefel ist eine moderne Form des Wappenbildes der ausgestorbenen Herren von Geislingen, das durch ein Siegel vom Jahr 1379 belegt ist. Die Farben beruhen auf Vorschlag der Archivdirektion vom Jahr 1918. Sie wurden, da die Farben des Ortsadels-Wappens nicht überliefert sind, willkürlich gewählt. Das Wappen ist historisch begründet. Vom heraldischen Standpunkt aus werken keine Einwendungen erhoben, wenn die Archivdirektion auch eine etwas ältere Form des Stiefels (ohne Radsporn) vorgezogen hätte.

In seiner Sitzung vom 23. Juni 1960 wurde vom Gemeinderat Geislingen beschlossen, die Verleihung dieses Ortswappens und der Ortsfarben übers Landratsamt Aalen beim Innenministerium zu beantragen.

Weitere Informationen

Das Wort "Wappen" stellt die niederdeutsche Sprachform des Wortes "Waffen" dar. Es tauchte erstmals im 12. Jahrhundert in der speziellen Bedeutung von "Waffenzeichen" auf. Die ersten Wappen sind Zeichen mit Fernwirkung, die auf Schild, Helmen, Rüstungen, farbigen Bannern und Pferdedecken angebracht wurden.

Als umfassende Kulturerscheinung verbreitete sich das Wappenwesen sehr schnell über die Kreise des Adels hinaus, und schon im 15. Jahrhundert lassen sich sehr viele bürgerliche Wappen nachweisen.

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