Gemeinde Unterschneidheim

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Unterschneidheim

Wappen der Gesamtgemeinde

Wappen Unterschneidheim

Das Landratsamt Ostalbkreis hat mit Erlass vom 19.10.1978 der Gemeinde Unterschneidheim nach § 6 Abs. 1 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg das Recht verliehen, eine Flagge in den Farben "Weiß-Schwarz (Silber-Schwarz)" und ein wie folgt beschriebenes Wappen zu führen: "In gespaltenem Schild vorne in Schwarz eine aufrechte, mit den Enden auswärts gekehrte silberne (weiße) Hirschstange, hinten in Silber (Weiß) ein durchgehendes schwarzes Kreuz." Diese Entscheidung ist auf einen Antrag und auf einen Bschluss des Gemeinderats Unterschneidheim vom 23.08.1978 zurückzuführen, das bisherige Wappen der früheren Gemeinde Unterschneidheim auch für die neue Gesamtgemeinde zu belassen. Grund dafür war, dass das Deutschordenskreuz und die Hirschstange Bezugspunkte sind, die für die Geschichte verschiedener Teilorte der Gesamtgemeinde Bedeutung hatten.

Wappenbegründung
Bezüglich des ursprünglichen Wappens der Gemeinde Unterschneidheim war 1955 von Oberstudienrat Hermann Rettenmaier in Ellwangen festgestellt worden: "... In Unterschneidheim selbst sind noch drei Burstel (Burgställe) innerhalb des Ortsetters sichtbar; ihr bedeutendster ist das "Schlößle", dessen breiter und tiefer Graben bei Hochwasser der Sechta heute noch mit Wasser gefüllt ist. Hier war eine mittelalterliche Steinburg, deren Turm zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgebrochen wurde. Vor wenigen Jahren wurden an der Giebelseite des Schlößchens drei Wappen von Deutschordensrittern, darunter eines Hochmeisters, freigelegt. In Unterschneidheim ist im 13. Jahrhundert ein Ortsadel der Herren von Snaiten bezeugt; es war eine Verwandtschaft zu den Schenken von Ehringen (bei Nördlingen) und zu den Schenken von Schenkenstein (bei Aufhausen). Diese Sippe führte eine pfahlweise aufgestellte, dreizinkige Hirschstange im silbernen Feld im Wappen, wobei der untere Zinken der Hirschstange länger als die anderen Zinken gestaltet ist; dadurch erhält das Emblem eine für diese Sippe charakteristische Gestalt; so erscheint das Wappen auch an der Decke des Kreuzganges (Osttrakt) der Stiftskirche zu Ellwangen. Seit 1419 ist der Deutschorden in der Hauptsache Besitzer von "Burg" (Schlößle) und Ort. Auf ihn weisen zahlreiche Wappen, nämlich in der Kirche am Chorbogen das Wappen des Hochmeisters Franz Ludwig von der Pfalz, der 1694 - 1732 auch Fürstprobst von Ellwangen war, ferner (links davon) das Wappen des Landkomthurs Karl Heinrich von Hornstein, der 1711 - 1718 Komthur auf der Kapfenburg war, außerdem am "Schlößle" ein Wappen-Triptychon mit Jahreszahl 1514: In der Mitte das Wappen des Hochmeisters Wolfgang Schutzbar, genannt Milchling (gest. 1566), links davon (vom Beschauer aus gesehen) das Wappen des Komthurs von Brandenstein, rechts das Wappen des Komthurs von Berlichingen."

Offensichtlich hat die Archivdirektion entgegen des Beschlusses des Gemeinderats auf der Basis der Begründung von Oberstudienrat Rettenmaier aus der ursprünglichen dreiendigen Hirschstange eine vierendige gemacht. In seiner Sitzung vom 16.03.1956 wurde diese dann auch vom Gemeinderat in der vom Staatsarchiv vorgeschlagenen Form wie folgt beschlossen:

"Als Gemeindewappen soll geführt werden: In gespaltenem Schild vorne in Schwarz eine aufrechte vierendige silberne (weiße) Hirschstange, hinten in Silber (Weiß) ein schwarzes durchgehendes Kreuz. Die Ortsfarben sind Weiß-Schwarz (Silber-Schwarz)."

Allerdings wurde seither im Wappen der Gemeinde weiterhin eine Hirschstange mit drei auswärts gekehrten Enden (entsprechend des alten Ortsadels) und nicht mit vier Enden als Bezug zur württembergischen Wappenfigur geführt; und dies seit 1956.

Der Deutsche Orden

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Weitere Informationen

Das Wort "Wappen" stellt die niederdeutsche Sprachform des Wortes "Waffen" dar. Es tauchte erstmals im 12. Jahrhundert in der speziellen Bedeutung von "Waffenzeichen" auf. Die ersten Wappen sind Zeichen mit Fernwirkung, die auf Schild, Helmen, Rüstungen, farbigen Bannern und Pferdedecken angebracht wurden.

Als umfassende Kulturerscheinung verbreitete sich das Wappenwesen sehr schnell über die Kreise des Adels hinaus, und schon im 15. Jahrhundert lassen sich sehr viele bürgerliche Wappen nachweisen.

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