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30 Jahre Freundschaft zwischen Unterschneidheim und Volvic

Was Mitte der 80er-Jahre mit den ersten Kontakten und Zusammentreffen  von Franzosen aus Volvic mit Deutschen in einem Unterschneidheimer Festzelt begann und dann mit großem Engagement des damaligen Unterschneidheimer Bürgermeisters Günter Schenk  bei einem Besuch von Unterschneidheimern in Volvic in der Auvergne fortgesetzt wurde, endete schließlich 1987 in der Gründung des Partnerschaftsvereins Volvic-Unterschneidheim. Ein Jahr später, 1988, wurde dann ganz offiziell, zuerst in Volvic, dann in Unterschneidheim, von den beiden Bürgermeistern Georges Dossat und Günter Schenk die Partnerschaft der beiden Gemeinden besiegelt, deren 30-jähriges Jubiläum am Samstagabend in Unterschneidheim gebührend gefeiert wurde.
Alles war bestens auf dem Schulhof der Sechta-Ries-Schule vorbereitet und der erste Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Volvic-Unterschneidheim, Jochen Nagler, freute sich, neben der Rieser Trachtenkapelle  Unterschneidheim  unter der Leitung von Anton Wanner und den vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Unterschneidheim  nicht nur die 18 Gäste aus Volvic, sondern neben den beiden Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter und Margit Stumpp auch den Landtagsabgeordneten Winfried Mack, Landrat Klaus Pavel, Bürgermeister Nikolaus Ebert, dessen  Vorgänger Günter Schenk, Pfarrer  Francesco Antonelli und den ehemaligen Ortsvorsteher der Partnergemeinde Krumhermersdorf, Jörg Tausch, begrüßen zu können. Bürgermeister Nikolaus Ebert wies danach darauf  hin und Carl Wagenblast, der den Partnerschaftsverein 25 Jahre lang von 1987  bis 2012 leitete, übersetzte ins Französische,  dass es jetzt ein wenig lauter werden könnte, denn sechs Mann der Unterschneidheimer Böllerschützen unter der Leitung von Peter Frick schossen in der Nachbarschaft ihr Eröffnungssalut und die Rieser Trachtenkapelle spielte danach sowohl die Marseillaise als auch die deutsche Nationalhymne.  
Bürgermeister Ebert bezeichnete es als großes Glück, dass das Element eines Partnerschaftsvertrages existiert, der den Weg für das freiwillige Zusammenfinden von Menschen aus Volvic und Unterschneidheim über die Grenzen hinweg bereitet. Sein Dank galt allen Frauen und Männern  der ersten Stunde des Comité Jumelage und des Partnerschaftsvereins und allen, die in den vergangenen 30 Jahren Verantwortung übernahmen und diese Partnerschaft in vielfältiger Weise unterstützten und mitgestaltet  und so die Grundlage für viele Freundschaften gelegt haben. „Wir haben Land und Leute, Denkweisen und Ansichten, Kunst und Kultur kennen gelernt, die Quelle von Volvic mit eigenen Augen und Ohren wahrgenommen, die Steinbrüche vulkanischen Ursprungs wie auch ein Museum und eine Burg – für die Kinder von Volvic ist es die Burg des Weihnachtsmannes - gesehen“, betonte Ebert und mit Blick auf die drei Abgeordneten und den Landrat, die die Interessen im Bundestag, Landtag und im Ostalbkreis vertreten, dankte er ihnen für die andauernde und wohlwollende Unterstützung der Partnerschaft. Auch der Sechta-Ries-Schule, vertreten durch Rektor Stefan Vollmer und Renate Arend, die seine Worte ins Französische übersetzte, galt sein Dank für den kulturellen Austausch der Schüler. Die Partnerschaftstafeln an den Ortseingängen mit den blauen Schildern  erinnern beim Kommen und Gehen immer an die Zukunft Europas und darauf könnte man bauen.
Michel Moulin verlas das Grußwort des Bürgermeisters Mohand Hamoumon aus Volvic,  hervorragend übersetzt von Lila Mioche, der auch auf  die Freundschaft zwischen den beiden Orten und den Familien hinwies, die seit Jahren bestehen und auch gepflegt werden und er hoffe, dass diese Freundschaft auch weiterhin bestehen bleibe. Gerne würde er sich an seinen letzten Besuch vor zehn Jahren erinnern, besonders an die Gastfreundschaft, und es käme ihm so vor, als ob es gestern gewesen wäre. Bedauerlich sei für ihn, dass die deutsche Sprache  im Collège von Volvic  nicht mehr unterrichtet werde, aber darauf habe er keinen Einfluss. Es sei kaum zu glauben, dass es schon 30 Jahre her ist, dass Günter Schenk und Georges Dossat die ausgezeichnete Idee hatten, diese Partnerschaft zu gründen, was zu dieser Zeit noch keine Selbstverständlichkeit gewesen sei. Aber Carl Wagenblast und Jean-Pierre Michel haben es geschafft, durch die Partnerschaft die Freundschaft und den Frieden zwischen den beiden Völkern zu stärken. In dankbarer Erinnerung denke er an die Verstorbenen der beiden Komitees und besonders an Oskar Leippert, der sich mit Leidenschaft für die Partnerschaft eingesetzt habe. Als Gastgeschenk möchte die Stadt Volvic der Gemeinde Unterschneidheim   eine Sonnenuhr aus original Volvic-Lavagestein übergeben mit  der Bitte, diese sichtbar für alle Bürger aufzustellen. „Diese Sonnenuhr wird uns jederzeit daran erinnern, dass unsere Freundschaft so stabil wie Volvic-Stein ist und ‚dass immer Zeit für die Freundschaft ist‘, wie es im Stein eingemeißelt ist“, schrieb der Bürgermeister von Volvic, und mit „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft und besonders die Freundschaft zwischen Unterschneidheim und Volvic“ schloss er sein Grußwort.
 Landrat Klaus Pavel und Jochen Nagler legten danach das Hinweisschild „Volvic 840 km“ frei, begleitet von der Europahymne, und Landrat Klaus Pavel sprach auch im Namen der drei Abgeordneten  seine Glückwünsche zu 30 Jahre Partnerschaft auf kommunaler Ebene aus, die vor 30 Jahren nicht selbstverständlich war und heute als Anker für Frieden in Europa und der ganzen Welt diene. Charles de Gaulle und Konrad Adenauer hätten die Grundlagen für diesen Frieden geschaffen.                          Klaus Pavel erinnerte, dass dem französischen  Präsident Emmanuel Macron zuvor in Aachen der Karlspreis verliehen wurde, was ein starkes Signal für Europa sei. Die EU sei wie ein großes Haus mit 28 Zimmern, in dem Partnerschaft praktiziert werden müsse,  und der Ostalbkreis plane eine neue Partnerschaft mit einem Landkreis in Rumänien.
 Renate Arend übersetzte immer, auch das Grußwort von Jörg Tausch  aus Krumhermersdorf, der 1996 selbst mit Günter Schenk und Oskar Leippert in Volvic  und der Nachbarstadt Riom war und  dort auf dem Weihnachtsmarkt hervorragende Handarbeit aus dem Erzgebirge anbot. Jörg Tausch, begleitet von zwei weiteren Krumhermersdorfern,  übergab  danach  ein Präsent mit Wichteln  aus dem Erzgebirge sowohl an Lila Mioche als auch Jochen Nagler. Die Rieser Trachtenkapelle  spielte noch das Lied „Mein Heimatland“ und leitete über zur Feier in der Turnhalle, wo sie  mit „Grüß Gott ihr Freunde“ die Gäste begrüßte.
Die Sechst- und Siebtklässler der Sechta-Ries-Schule erfreuten die Gäste mit einem von Katharina Zalys einstudierten Sketch „Au Café Daguerre“,  bei dem ein deutsches und französisches Ehepaar  sich  nach gewissen kleinen Anfangsschwierigkeiten kennenlernte und dann gemeinsam bei Champagner ihre Freundschaft schlossen. Danach übergaben Lila Mioche und Michel Moulin unter großem Beifall der Anwesenden das Gastgeschenk der Stadt Volvic, eine grandiose Sonnenuhr aus Volvic-Lava mit der Inschrift „Il est toujours l’heure de l’amitié“, oder auf deutsch „Immer Zeit für die Freundschaft“, sowie zwei Flaschen Champagner. Odile Berger dankte im Namen der Familien für die tolle Gastfreundschaft und das Engagement für Europa in Unterschneidheim, ihr Gastgeber Manfred Max übersetzte, und überreichte danach ein wunderschönes Gemälde an den Partnerschaftsverein. Die Gemeinde Unterschneidheim ihrerseits überreichte jedem Gast aus Volvic ein Badetuch mit der Inschrift 1988 -  2018  und den beiden Namen Volvic und Unterschneidheim. Das vom Gasthaus zum Kreuz in Unterschneidheim vorbereitete Büffet wurde musikalisch vom Musikverein untermalt und die Feier klang harmonisch mit einer großen Polonaise durch den Saal aus, traditionell initiiert durch die französischen Gäste, und begleitet durch die Rieser Trachtenkapelle, die den Abend mit gelungener Unterhaltungsmusik und gesanglich verstärkt durch Gerhard Feil, Michaela Schmidt und Rainer Egetemeyer ausklingen ließ.
 
Text und Fotos: Horst Blauhut, Tannhausen

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