Gemeinde Unterschneidheim

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Informationen des Nachlassgerichts beim beinem Sterbefall

Aufgaben
Das Amtsgericht Ellwangen - Nachlassgericht - ist unter anderem zuständig für die Klärung der Erbfolge, Erteilung von Erbscheinen, Verwahrung und Eröffnung von Verfügungen von Todes wegen (Testament bzw. Erbvertrag) und weiteren Nachlassaufgaben.
Nicht zu den Aufgaben des Nachlassgerichts gehören:

  • die Abwicklung des Nachlasses
  • die Beantwortung von Fragen zur Erfüllung von angeordneten Vermächtnissen und Auflagen
  • die Ermittlung über die Zusammensetzung und Werthaltigkeit des Nachlasses
  • allgemeine Rechtsberatung im Zusammenhang mit dem Nachlassverfahren
  • Festsetzung und Auskünfte zur Erbschaftssteuer
  • Mitwirkung bei der Geltendmachung des Pflichtteils

 
Zuständigkeit
Das Nachlassgericht Ellwangen ist örtlich zuständig, wenn der Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bezirk der Amtsgerichte Ellwangen und Neresheim hatte.
 
Ich bin Erbe geworden, will das aber nicht sein - Was kann ich tun?
Wer nicht Erbe sein will, kann das Erbe ausschlagen. Dies geschieht durch die Ausschlagungserklärung, die zwingend von einem Notar oder in einem persönlichen Termin beim Nachlassgericht erfolgen muss.
Die Frist zur Ausschlagung einer Erbschaft beträgt in der Regel 6 Wochen ab Kenntnis von der Erbenstellung. Wollen Sie die Erbschaft ausschlagen, vereinbaren Sie möglichst bald nach Kenntnis der Erbschaft einen Termin bei einem Notar Ihrer Wahl oder beim Nachlassgericht. Bei einer Ausschlagung beim Notar muss diese innerhalb der 6-Wochenfrist beim Amtsgericht eingehen.
Soll die Ausschlagung in einem Termin beim Nachlassgericht erfolgen, laden Sie bitte den Vorbereitungsbogen auf der Internetseite des Amtsgerichts unter http://www.amtsgericht-ellwangen.de in der Rubrik "Aufgaben & Verfahren / Sonstige / Nachlasssachen" herunter, füllen ihn aus und geben ihn beim Amtsgericht ab.
Auch für minderjährige Kinder kann die Erbschaft durch die Sorgeberechtigten (in der Regel die Eltern bzw. den alleine Sorgeberechtigten) ausgeschlagen werden. Gegebenenfalls ist auch die Genehmigung des Amtsgerichts (Familiengericht) erforderlich. Auch hier gelten dieselben Frist- und Formerfordernisse.
 
Ich bin Erbe geworden - Welche Rechten und Pflichten habe ich?
Das Nachlassgericht berät nicht über Fragen des Erbrechts (z. B. Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft, Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen oder Vermächtnissen).
Einen ersten Überblick gibt Ihnen die Broschüre des Bundesministeriums der Justiz "Erben und Vererben", die über die Homepage www.bmjv.de, Publikationen, zugänglich ist.
 
Benötige ich immer einen Erbschein?
Hat der Verstorbene ein notarielles Testament oder einen Erbvertrag errichtet und dort die Erben benannt, wird in der Regel kein Erbschein benötigt. In allen anderen Fällen wird evtl. ein Erbschein benötigt, wenn eine Änderung im Grundbuch erforderlich ist oder Banken und Versicherungen diesen zur Verfügung über das Vermögen des Verstorbenen verlangen.
Hilfreich könnte auch eine notarielle General- und Vorsorgevollmacht sein.
 
Wie bekomme ich einen Erbschein?
Erben können beim Nachlassgericht die Erteilung eines Erbnachweises beantragen. Der Erbschein ist ein amtliches Dokument und beweist, wer Erbe ist.
Im Verfahren müssen in der Regel die Stendesurkunde oder die Verfügung von Todes wegen (etwa das Testament) im Original vorgelegt werden.
Welche Unterlagen erforderlich sind, hängt davon ab, ob die Erbenstellung auf die gesetzliche Erbfolge oder z. B. auf ein Testament oder einen Erbvertrag gestützt wird.
Der Erbschein muss in einem persönlichen Termin bei einem freiberuflichen Notar oder beim Nachlassgericht beantragt werden.
 
Was kostet ein Erbschein?
Ein Erbschein verursacht Kosten. Beantragen Sie daher nur einen Erbschein, wenn Sie ihn für Banken, Versicherungen oder die Berichtigung des Grundbuchs benötigen. Die Höhe der Kosten ist abhängig vom Wert des Nachlasses und beträgt bei einem Nachlasswert von 100.000,- Euro ca 650,- Euro.
 
Ich habe ein Testament gefunden - Was muss ich tun?
Jeder, der in den Besitz eines Testaments einer bereits verstorbenen Person gelangt, muss dieses im Original beim Amtsgericht abliefern.
 
Was passiert mit dem Testament?
Testamente werden durch das Nachlassgericht automatisch eröffnet und der Inhalt den betroffenen Personen schriftlich bekanntgegeben. Diese Eröffnung erfolgt ohne die Anwesenheit der Beteiligten.
 
Bekomme ich automatisch Post vom Nachlassgericht?
Wenn der Verstorbene zu Lebzeiten ein notarielles Testament erstellt oder ein handschriftliches Testament bei einem früheren staatlichen Notariat oder Amtsgericht verwahrt hat, erhält das Amtsgericht nach dem Todesfall hiervon automatisch Kenntnis.
In diesem Fall werden Testamente durch das Nachlassgericht eröffnet und der Inhalt den betroffenen Personen bekanntgegeben. Diese Eröffnung erfolgt schriftlich und ohne Termin.
Liegt dem Nachlassgericht kein Testament oder Erbvertrag vor, erhalten Sie keine Post vom Nachlassgericht.
 
Termine
Termine werden ausschließlich in laufenen Verfahren nach vorheriger Terminabsprache vergeben.
 
Hinweis
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Antworten nur um allgemeine Hinweise handelt, die eine juristische Beratung im Einzelfall nicht ersetzen. Wenden Sie sich daher bei Fragen und Unklarheiten bitte an einen Rechtsanwalt. Eine rechtliche Beratung durch das Amtsgericht ist nicht möglich.
 
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.amtsgericht-ellwangen.de in der Rubrik "Aufgaben & Verfahrten/Sonstige/Nachlasssachen"
 
Kontaktdaten und Postanschrift
Zentraler Posteingang
Amtsgericht Ellwangen, Schöner Graben 25, 73479 Ellwangen, Tel. 07961/810 (Zentrale)

Nachlassgericht Dienstgebäude und Kontaktdaten
Sebastian-Merkle-Straße 8, 73479 Ellwangen
Tel. 07961/81-771, -772, -773, Fax: 07961/81-775
Internet: http://www.amtsgericht-ellwangen.de
E-Mail: poststelle@agellwangen.justiz.bwl.de
Unsere aktuellen Kontaktzeiten finden Sie im Internet unter http://www.amtsgericht-ellwangen.de

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