Aktuelle Projekte
Breitbandausbau Gigabit 2.0 - Cluster Ost
Nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Bopfingen, Neresheim, Leinzell, Stödtlen, Tannhausen und Unterschneidheim zum sogenannten „Cluster Ost“ wurde am 21.09.2023 beim Bund eine Förderantrag für den Ausbau der sogenannten „Grauen Flecken“ gestellt. Nach dessen Prüfung anhand eines vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr freigegebenen Kriterienkataloges wurde der Antrag prior (fast lane) förderwürdig eingestuft.
Am 24.10.2023 bekam das Cluster Ost nun die erfreuliche Nachricht, dass der Förderantrag mit einer Zuwendung in vorläufiger Höhe von 19.978.500,00 € bewilligt wurde. Dies ist eine Anteilsfinanzierung mit einer voraussichtlichen Höhe von 50 Prozent.
Folgende Fördersummen entfallen auf die einzelnen Gemeinden:
| Stadt Bopfingen | 5.780.750,00 € |
| Stadt Neresheim | 1.824.000,00 € |
| Gemeinde Leinzell | 304.000,00 € |
| Gemeinde Stödtlen | 2.731.250,00 € |
| Gemeinde Tannhausen | 2.607.750,00 € |
| Gemeinde Unterschneidheim | 6.730.750,00 € |
Das Cluster Ost mit seinen Städten und Gemeinden bedankt sich beim Bund für diese Projektförderung.
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Ostalbkreis und Kommunen erhalten rund 33 Mio. Euro für den Weg ins Gigabit-Zeitalter
"Gigabitnetze sind die Lebensader einer modernen Gesellschaft und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Deshalb fahren wir als Landesregierung seit Jahren eine Milliardenoffensive beim Breitbandausbau", sagte Innenminister Thomas Strobl bei der Übergabe der Förderbescheide am 1. März 2024 in Stuttgart. Auch Landrat Dr. Joachim Bläse und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Ostalbkreis waren am vergangenen Freitag (01.03.2024) in Stuttgart und erhielten insgesamt 32,97 Mio. Euro für den weiteren Breitbandausbau.
"Gemeinsam mit dem Bund haben wir inzwischen bislang die gigantische Summe von über sechs Milliarden Euro in die digitale Zukunft unseres Landes investiert. Das ist ein großartiger Meilenstein auf unserem Weg ins Gigabit-Zeitalter", betonte der Stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl anlässlich der ersten Übergaberunde von Förderbescheiden des Landes im Jahr 2024, bei der 25 Zuwendungsbescheide für 22 Zuwendungsempfänger aus 13 Landkreisen in Höhe von insgesamt 99.022.437,10 Euro ausgegeben wurden.
Die aktuellen Bescheide umfassen verschiedene Förderprogramme des Landes, die auf die unterschiedlichen Bedarfe und Herausforderungen der Kommunen zugeschnitten sind. Der größte Anteil der Förderung entfällt auf das Dunkelgraue-Flecken-Förderprogramm, das den Ausbau von Gigabitnetzen in Gebieten unterstützt, in denen bereits ein Breitbandanschluss vorhanden ist, aber kein Ausbau auf Gigabitgeschwindigkeit, d. h. mehr als 1.000 Mbit/Sekunde, geplant ist. Das Land fördert 40 Prozent der Kosten, der Bund 50 Prozent, zehn Prozent der Kosten tragen die Kommunen.
"Wir sind dankbar für die Fördergelder, die es Kreis und Kommunen im Ostalbkreis ermöglichen, den Breitbandausbau weiter voranzubringen und so ideale Standortbedingungen zu schaffen", so Landrat Dr. Bläse. Für den Backbone-Ausbau von Ellwangen-Elberschwenden bis Bopfingen-Kerkingen erhält der Kreis 326.012 Euro. Die Gemeinde Schechingen wird mit 891.004 Euro gefördert und kann damit den FTTB-Ausbau der grauen Flecken im Gemeindegebiet durchführen. Für die Mit- und Neuverlegung von Kabelschutzrohren in Zöbingen erhält die Gemeinde Unterschneidheim 16.738 Euro. Fördermittel des Landes in Höhe von jeweils über 15 Mio. Euro bekommen mehrere Kommunen im Ostalbkreis als sogenannte Förderantragscluster. Hier war das Breitbandkompetenzzentrum des Landratsamts bei der Antragsstellung und der Schaffung der Voraussetzungen zur Antragsstellung tätig. So erhalten Bopfingen, Neresheim, Leinzell, Stödtlen, Tannhausen und Unterschneidheim für den Ausbau ihrer dunkelgrauen Flecken zusammen insgesamt 15.982.800 Euro. Ebenfalls für den Ausbau der dunkelgrauen Flecken gehen 15.770.000 Euro an das Cluster bestehend aus Lauchheim, Abtsgmünd, Adelmannsfelden, Heuchlingen, Hüttlingen, Jagstzell, Neuler, Rainau und Ellwangen.
Ausdrücklich betonte Innenminister Thomas Strobl die Bedeutung der Kommunen beim Breitbandausbau: "Dort, wo die privaten Unternehmen nicht in den Netzausbau investieren, starten die Kommunen Initiativen für den Ausbau des schnellen Internets. Ohne die entsprechenden Anträge und ganz wichtig, ohne die Sicherstellung des Eigenanteils, kämen Land und Bund erst gar nicht mit ihrer Förderung ins Spiel." Die Landkreise, Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg haben bisher mit ihrem Eigenanteil von 1,2 Milliarden Euro aus kommunalen Budgets in den Ausbau des schnellen Internets investiert.
Text: Pressemitteilung Landratsamt Ostalbkreis
Fotos: Innnenministerium Baden-Württemberg
Aus der Fördersumme für das Cluster Ost in Höhe von 15.982.00,00 Euro entfallen auf die Gemeinde Unterschneidheim 5.384.600,00 Euro.
Wir bedanken uns sehr herzlich beim Land Baden-Württemberg für die Förderung.
Nach den „Weißen Flecken“ sind jetzt die „Grauen Flecken“ dran. Unter den „Grauen Flecken“ versteht man Gebiete mit einer Internetversorgung von weniger als 100 Mbit/s im Download.
Hierfür wurde in nach dem Zusammenschluss der Stadt Bopfingen und Stadt Neresheim, den Gemeinden Leinzell, Stödtlen, Tannhausen und Unterschneidheim zum sogenannten „Cluster Ost“ am 21.09.2023 beim Bund eine Förderantrag gestellt. Am 24.10.2023 bekam das Cluster Ost die erfreuliche Nachricht, dass der Förderantrag mit einer Zuwendung in vorläufiger Höhe von 19.978.500,00 € bewilligt wurde. Dies ist eine Anteilsfinanzierung mit einer voraussichtlichen Höhe von 50 Prozent. Weitere 15.982.800,00 €, dies entpricht 40 %, wurden vom Land am 01.03.2024 bewilligt.
Aktuell befindet sich die Gemeinde Unterschneidheim nach der öffentlichen VgV-Ausschreibung für die Planungs- und Ingenieurleistungen für den Ausbaus der „Grauen Flecken“ in den Planungen. Hierfür wurden bereits die Bundesfördermittel in Höhe von 50.000 € beantragt und bewilligt. Die Vergabe für Planungs- und Ingenieurleistungen wurden an die RBS wave GmbH aus Stuttgart vergeben.
Im weiteren Verlauf werden die benötigten Bauleistungen ausgeschrieben und voraussichtlich 2025 beauftragt. Der Abschluss des Projektes ist für Ende 2029 geplant. Anschließend wird das Netz an die NetCom BW GmbH als Netzbetreiber übergeben.
Unter folgenden Links finden Sie die Informationen über den Breitbandausbau der Mitgliedskommunen des Cluster Ost:
Weiterführende Informationen finden Sie auch unter:
Breitbandförderung Gigabit - aconium GmbH
Spatenstich im Grauen-Flecken-Förderprogramm am 27.02.2025
Mit einem Spatenstich auf dem Bahnhofsgelände in Neresheim, Grußworten und Gästen aus Politik und Verwaltung wurde am 27.02.2025 der Baubeginn in den beiden weiteren Breitbandprojekten und des Ausbaus der sog. Grauen Flecken (hell- und dunkelgraue Flecken) gefeiert.
In den nächsten drei Jahren werden die Fa. BUDURI Straßen- und Tiefbau aus Aalen in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro RBS wave GmbH für insgesamt rund 9,9 Mio.€ Leerrohre und Glasfaserkabel im Gesamtstadtgebiet verlegen und die Trassen entsprechend den einschlägigen rechtlichen Vorgaben dokumentieren. Im Anschluss wird das neue Netz an den Netzbetreiber übergeben.
Mit dieser Baumaßnahme sollen die restlichen „Grauen Flecken“, d.h. Gebäude und Adressen mit einer schlechteren Internetverbindung als 1.000 Mbit/s, geschlossen werden.
Rund 1.400 Adressen erhalten in diesem Zuge einen Hausanschluss.
Infoveranstaltungen
Im Zeitraum vom 25. März bis 2. April 2025 führten die Gemeinden Unterschneidheim, Leinzell, Stödtlen und Tannhausen mehrere Informationsveranstaltungen durch. Ziel der Veranstaltungen war es, die Bürgerinnen und Bürger umfassend über den geplanten Breitbandausbau im Rahmen der laufenden Fördermaßnahme zu informieren.
Die Informationsabende stießen auf großes Interesse. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Gemeinden, um sich aus erster Hand über den Ausbau des schnellen Internets zu informieren. Nach der Begrüßung und einer einleitenden Vorstellung durch die jeweiligen Bürgermeister wurden die konkreten Ausbauplanungen durch das beauftragte Planungsbüro RBS wave vorgestellt. Im Anschluss informierte der zukünftige Netzbetreiber NetCom BW über den späteren Netzbetrieb sowie weitere Details zum Anschluss und zur Nutzung des Glasfasernetzes.
25.03.2025 - Tannhausen
Nach dem Ausbau der Weißen Flecken werden in der Gemeinde Tannhausen 456 Adressen im Zuges des Grauen-Flecken-Ausbaus erschlossen. Diese werden im Hauptort Tannhausen und dem Teilort Riepach realisiert.
26.03.2025 - Leinzell
In der Gemeinde Leinzell werden ca. 145 Adressen ausgebaut.
27.03.2025 - Unterschneidheim
In der Gemeinde Unterschneidheim, werden nach dem Ausbau von 136 Adresssen, welche im Weißen-Flecken-Programm realisiert wurden, noch weitere 747 Adressen erschlossen.
Die Umsetzung wird im Hauptort Unterschneidheim sowie in Geislingen, Norhausen, Unterwilflingen, Walxheim, Zöbingen, Zipplingen und Wössingen stattfinden.
02.04.2025 - Stödtlen
In Stödlen, welches ebenfalls schon einige Adressen im Zuges des WFP-Programms erschlossen hat, werden in den Ortschaften Stödtlen, Birkenzell, Gaxhardt, Regelsweiler, Dambach, Stillau, Strambach und Unterbronnen noch ca. 519 Adressen im Zuges des Grauen-Flecken-Programms erschlossen.
Hausanschlussmanagement
Im Rahmen des Breitbandausbaus erfolgte ab Mai 2025 für jedes anzuschließende Gebäude eine individuelle Planung des Hausanschlusses. Dabei wurde der Hausanschluss vor Ort gemeinsam abgestimmt und der Trassenverlauf auf dem Grundstück festgelegt. Zudem wurde das geeignete Bauverfahren zur Herstellung der Hausanschlusstrasse definiert. Bestehende Leerrohre werden – sofern technisch geeignet – in die Planung miteinbezogen.
Ein weiterer Bestandteil ist die Festlegung des Übergabepunkts im Gebäude einschließlich der Einführung ins Gebäude. Der Übergabepunkt befindet sich dabei maximal 1,5 Meter von der Wanddurchführung entfernt. Alle relevanten Absprachen und technischen Details wurden abschließend in einem Hausanschlussprotokoll dokumentiert und zusammengefasst.
Die technischen Hausbegehungen wurden durch den vom Ingenieurbüro RBS wave beauftragten Dienstleister T3 Deutscher Bauservice GmbH, nach einer gemeinsamen Terminabsprache mit den Grundstückseigentümern, durchgeführt. In Einzelfällen werden im Rahmen des Breitbandausbaus Synergie-Effekte genutzt und Dachständer durch die Netze ODR abgebaut. In diesen Fällen wird das Hausanschlussmanagement durch Vertreter der Netze ODR in 2026 durchgeführt.
Mitverlegungen
Zöbingen
Im September 2025 hat die Netze ODR mit den Verlegearbeiten einer 20 kV-Leitung von Wössingen bis nach Zöbingen begonnen. Hier wurden die MRV für den Breitbandausbau gleich mitverlegt.
Durch die Nutzung von Synergien im Zuge der geplanten Baumaßnahme können Arbeiten gebündelt und zusätzliche Tiefbaumaßnahmen vermieden werden. Dies trägt zu einer effizienteren Umsetzung sowie zur Reduzierung von Kosten und Beeinträchtigungen bei.
Die Mitverlegung wurde in wenigen Tagen umgesetzt und ist bereits abgeschlossen.
Nordhausen
Ende Oktober hat die Netze ODR mit den Arbeiten zum Dachständerabbau in Nordhausen begonnen. Um Synergien zu nutzen, wird im Zuge dieser Maßnahme gleichzeitig die Mitverlegung von Leerrohren für den Breitbandausbau durchgeführt.
Die Baumaßnahme erstreckt sich über die Dorfstraße, Krumme Gasse, den Oberschneidheimer Weg sowie Teile der Nordhäuser Kirchgasse.
Mit den Tiefbauarbeiten wurde die Firma Stegmeier aus Aalen beauftragt.
Tannhausen
Im Bereich zwischen der Kläranlage und Spielplatz wird beim Bau des Radweges ebenso wie bei der Mitverlegung der Stromleitung in der Bopfinger Straße die Mircorohre für die Haupttrasse mitverlegt.
Diese Mitverlegungsarbeiten wurden im Dezember 2025 abgeschlossen.
Leinzell
Der Radwegausbau in Leinzell erfolgte in zwei Bauphasen. Bauphase 1 umfasste den Bereich der Brücke sowie den Sportplatzbereich am Ortsausgang Leinzell. Bauphase 2 erstreckte sich vom Bereich Tennis/Strütle bis Ölhäuser.
Um Synergien zu nutzen und spätere Tiefbaumaßnahmen zu vermeiden wurden im Zuge der Baumaßnahme Leerrohre für den Galsfaserausbau mitverlegt.
Die Bauleistungen wurden an den wirtschaftlichsten Anbieter, die Firma Haag Bau, vergeben. Die Maßnahme konnte Ende 2025 efolgreich abgeschlossen werden.
Projektträgerwechsel
Zum 01. Januar 2026 erfolgt ein Wechsel des Projektträgers für die Fördermaßnahme. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die aconium GmbH mit Sitz in Berlin die Aufgaben des bisherigen Projektträgers PWC (PricewaterhouseCoopers). Der Übergang erfolgt nahtlos, laufende Projekte und bestehende Förderbedingungen bleiben davon unberührt. Verschiedene Übergabegespäche haben bereits statt gefunden.
aconium übernimmt ab 2026 die bundesweite Projektträgerschaft Gigabit - aconium GmbH
40 Millionen Euro für die digitale Zukunft der Region
Spatenstich für den Glasfaserausbau im OAK Cluster Ost – sechs Kommunen gehen gemeinsam den letzten großen Schritt zur vollständigen Breitbandversorgung
Unterschneidheim, 15. September 2026
Mit dem offiziellen Spatenstich in Unterschneidheim ist der Startschuss für einen weiteren wichtigen Abschnitt des Breitbandausbaus im OAK Cluster Ost gefallen. Insgesamt rund 40 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur investiert. Damit gehen die Kommunen Bopfingen, Neresheim, Unterschneidheim, Leinzell, Stödtlen und Tannhausen gemeinsam den letzten großen Schritt zur vollständigen Glasfaserversorgung innerhalb der jeweiligen Förderkulisse.
Zum Spatenstich kamen Vertreter der sechs Kommunen, des Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa, des Landratsamtes Ostalbkreis, des Projektträgers acoinium, der EnBW ODR AG, Netze ODR GmbH sowie der beteiligten Planungs- und Bauunternehmen zusammen. Gemeinsam wurde damit der Beginn einer Baumaßnahme gewürdigt, die für die digitale Zukunft der Region von großer Bedeutung ist.
Das Projekt wird im Rahmen der „Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland“ (Gigabit-Richtlinie 2.0) umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt zu 50 Prozent durch den Bund und zu 40 Prozent durch das Land Baden-Württemberg. Die verbleibenden zehn Prozent tragen die Kommunen als Eigenanteil. Der entsprechende Förderbescheid wurde am 11. Oktober 2023 erteilt.
Rund 3.100 Adressen – Ausbau der dunkelgrauen Flecken
Mit dem Ausbau werden rund 3.100 Adressen an das moderne Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt entstehen rund 80 Kilometer Tiefbau, 692 Kilometer Glasfaserkabel und 160 Kilometer Mikrorohre. Ergänzt wird die Infrastruktur durch ein POP-Gebäude, vier Multifunktionsgehäuse sowie 83 Schächte und Netzverteiler.
Der Ausbau im OAK Cluster Ost richtet sich dabei insbesondere auf die sogenannten dunkelgrauen Flecken. Damit sind Gebiete gemeint, in denen zwar bereits eine leistungsfähige Telekommunikationsinfrastruktur vorhanden ist, diese jedoch nicht die langfristig erforderliche Glasfaserqualität erreicht.
Damit werden die noch bestehenden Versorgungslücken gezielt geschlossen und die Glasfaserinfrastruktur in den beteiligten Kommunen konsequent weiterentwickelt. Die früher bestehenden weißen Flecken wurden bereits durch vorangegangene Ausbauprojekte erschlossen.
Die Anschlüsse werden mit FTTB/H-Technologie realisiert. Damit werden für die angeschlossenen Haushalte, Unternehmen und Einrichtungen langfristig leistungsfähige und zuverlässige Bandbreiten von 1 Gbit/s und mehr möglich.
Digitale Infrastruktur ist Standortfaktor und Daseinsvorsorge
Eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur ist längst mehr als ein schneller Internetanschluss. Sie bildet eine wichtige Grundlage für die digitale Entwicklung der Kommunen und stärkt zugleich deren Zukunftsfähigkeit als Wohn-, Wirtschafts- und Arbeitsstandort.
Von der schnellen und stabilen Internetversorgung profitieren Privathaushalte ebenso wie Unternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, öffentliche Einrichtungen und weitere Institutionen. Homeoffice, digitale Verwaltungsangebote, Cloud-Anwendungen, moderne Kommunikationslösungen und datenintensive Anwendungen benötigen leistungsfähige Netze.
„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge und zugleich ein wichtiger Standortfaktor für unsere Kommunen. Mit diesem gemeinsamen Projekt schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Region auch langfristig digital gut aufgestellt ist“, betonte Bürgermeister Joas als Vertreter der Hutkommune Unterschneidheim beim Spatenstich.
Strom- und Breitbandausbau gemeinsam gedacht
Eine besondere Bedeutung kommt der Zusammenarbeit mit der Netze ODR GmbH, der Netztochter der EnBW ODR, zu. Sie investiert rund 10,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Stromnetzes. Im Zuge der geplanten Stromnetzmaßnahmen werden rund 1.200 Dachständer abgebaut und durch erdverlegte Hausanschlüsse ersetzt.
Diese Maßnahmen werden gezielt mit dem Glasfaserausbau koordiniert. Wo ohnehin Tiefbauarbeiten für die Stromversorgung stattfinden, können gleichzeitig die erforderlichen Arbeiten für die Breitband-Hausanschlüsse umgesetzt werden.
Dadurch lassen sich Synergien nutzen, doppelte Tiefbauarbeiten vermeiden und Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr möglichst gering halten. Die koordinierte Planung zeigt beispielhaft, wie durch die Zusammenarbeit verschiedener Infrastrukturträger ein effizienter und nachhaltiger Ausbau erreicht werden kann.
Damit wird nicht nur die digitale Infrastruktur ausgebaut, sondern gleichzeitig die Stromversorgung modernisiert und das Ortsbild weiterentwickelt.
Bauarbeiten starten schrittweise
In Neresheim haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Für Unterschneidheim, Leinzell, Stödtlen und Tannhausen ist der Baubeginn im Herbst 2026 vorgesehen. In Bopfingen wurde die Vergabe an einen Generalunternehmer bereits abgeschlossen; dort ist der Baubeginn für 2027 geplant.
Mit der Umsetzung der Bauleistungen sind verschiedene Unternehmen und Bietergemeinschaften beauftragt:
- Unterschneidheim und Stödtlen: DMIC Projekte GmbH, Bietergemeinschaft, Berlin
- Tannhausen: Furkan Bau GmbH, Darmstadt
- Leinzell: Kocaman Bau GmbH, Bietergemeinschaft, Weiterstadt
- Neresheim: Buduri Straßen- und Tiefbau, Aalen
- Bopfingen: Arbeitsgemeinschaft EnBW ODR AG, Ellwangen und die Bortolazzi Straßenbau GmbH, Bopfingen
Die Planungs- und Ingenieurleistungen für Unterschneidheim, Tannhausen, Stödtlen, Leinzell und Neresheim werden durch die RBS wave GmbH erbracht. In Bopfingen übernimmt die EnBW ODR AG die Planung und Projektleitung.
Die Gesamtmaßnahmen sollen bis zum Ende 2029 abgeschlossen sein.
Gemeinsam für eine starke Region
Der Spatenstich hat deutlich gemacht, dass der Breitbandausbau im OAK Cluster Ost ein gemeinsames Vorhaben der sechs Kommunen ist. Eine wichtige Unterstützung bei der Umsetzung kommt dabei vom Landratsamt Ostalbkreis und der Breitband Ostalb KAöR. Mit ihrer engagierten Unterstützung und Begleitung tragen sie dazu bei, den Breitbandausbau im gesamten Ostalbkreis zielstrebig voranzutreiben.
Bund und Land schaffen mit der Förderung die finanziellen Voraussetzungen, während Kommunen, Landratsamt Ostalbkreis, Breitband Ostalb KAöR, die EnBW ODR AG mit der Netze ODR GmbH sowie die beteiligten Planungs- und Bauunternehmen gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.
In ihren Grußworten unterstrichen Bürgermeister Joas, Frau Manthey vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa, Herr Papendieck, stellvertretender Regionalleiter der aconium GmbH, Herr Riek als Vertreter des Landrats und der Breitband KAöR sowie Guido Gruber von der Netze ODR die Bedeutung des gemeinsamen Infrastrukturprojekts für die Region.
Der Spatenstich am 15. September 2026 in Unterschneidheim markiert damit nicht nur den Beginn weiterer Bauarbeiten, sondern einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur. Mit dem OAK Cluster Ost schaffen die sechs Kommunen gemeinsam mit ihren Partnern die Grundlage dafür, dass Haushalte, Unternehmen, Landwirtschaft und öffentliche Einrichtungen auch künftig von einer modernen und zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur profitieren können.


